So sah sie bisher aus, die Mosbacher Orgel …. Gut, wenn man sie nur oberflächlich betrachtete.

Der gleiche Anblick heute: Außer je vier großen Orgelpfeifen in der Front, alle ausgebaut und weg zur Reparatur bzw. Restaurierung in der Orgelbauanstalt Schmidt

Historische Pfeifenorgel der Pfarrkirche St. Johannes Baptist in ziemlich desolatem Zustand

Die 88 Jahre alte Orgel in der katholischen Mosbacher Pfarrkirche ist in die Jahre gekommen und in einem schlechten Zustand. Der Orgelsachverständige des Bistums Mainz, Krystian Skoczowski, hat in seinem Zustandsbericht ausgeführt:
„Die Christian-Gerhard-Orgel in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Mosbach bedarf einer Renovierung. Neben der dringend notwendigen Ausreinigung sind auch zahlreiche Komponenten der technischen Anlage stark überholungsbedürftig.
Die Orgel hat Denkmalwert
Laut Orgelsachverständigen: Die Orgel der Pfarrkirche in Mosbach von der Orgelbauanstalt Christian Gerhardt aus Boppard ist ein hochwertiges Zeugnis des Orgelbaus der Zwischenkriegszeit. Daher kann die Orgel als Denkmal angesehen werden. Sie stellt also auch einen besonderen Wert dar.
Endlich kann es losgehen mit der Renovierung und Restaurierung
Grundlage und Ziel ist die umfassende Restaurierung und Rekonstruktion der Gerhardt-Orgel aus dem Jahre 1930 mit 16 Registern, um so ein historisch wertvolles Orgelwerk und interessantes Klangdenkmal (wieder) zu erhalten.
Ein gutachtender Orgelbauer schreibt: „Obwohl viele Details momentan nicht schön aussehen, weil sie einen verschmutzten und verwahrlosten Eindruck hinterlassen, überwiegt ganz allgemein, der positive Eindruck. Es ist eine Wonne diese charakterstarken Stimmen zu hören, die für eine so kleine Orgel sicher etwas Besonderes darstellen.“
Spendenmarathon für die Sanierung der Mosbacher Orgel erbringt bis jetzt 40.000 Euro  – durch Umschichtung im Renovierungshaushalt stehen aktuell insgesamt 80.000 Euro zur Verfügung
Erfreulicherweise liefen schon nach der ersten Veröffentlichung und Spendenaufrufen kleine und große Beiträge auf dem Spendenkonto ein. Durch Umschichtung im Haushalt der Kirchengemeinde stehen jetzt 80.000Euro zur Verfügung und es konnte somit der Startschuss für die Restauration gegeben werden.
Sonstige Anträge auf Zuschüsse sind bei der Denkmalpflege und der Sparkassenstiftung gestellt. Hier werden weitere 20.000 Euro erhofft. Die Gemeinde Schaafheim stellt 3.700 Euro zur Verfügung.
Aufwändige Sanierungsarbeiten wegen Feuchtigkeit im Sockelbereich der ganzen Kirche müssen zuerst
erledigt werden
Staub und Schmutz sind große Feinde für die Orgelanlage. Also müssen alle Arbeiten, die Staub bringen können vorher erledigt sein. Deshalb wurde die Firma „Die Malerwerkstatt“ aus Eichelsbach, die auf Kirchensanierung spezialisiert ist, mit den Verputz- und Malerarbeiten beauftragt. Auch im Orgelbereich auf der Empore fallen weitere Sanierungs- und Umbauarbeiten, sowie Elektroarbeiten an, die alle vor dem Wiedereinbau der restaurierten Orgelteile erledigt sein müssen. Mit unvorhergesehenen Schwierigkeiten ist hier immer zu rechnen.
Vorübergehende elektronische Ersatzorgel im Einsatz
Die Mitarbeiter der Orgelbauanstalt Schmidt  aus Linsengericht haben bereits wichtige Teile der Orgel abgebaut, somit ist sie in den nächsten Monaten unbespielbar. Weitere Teile, wie Spieltisch usw. werden sukzessive ausgebaut bzw. überholt. Deshalb wurde ersatzweise eine    elektronische Orgel im alten Chorraum installiert.

160.000 Euro werden benötigt

Nächste Aktion für die Orgelsanierung am Sonntag 1. Juli:
Musikalischer Frühschoppen mit den Mosbacher Musikanten.
Bei Weißbier, Weißwürsten und Leberkäse unterhalten sie die Mosbacher Musikanten im Hof der KjG nach dem Sonntaggottesdienst.
Ein Danke an die Musikanten, die kostenlos aufspielen und die Gäste unterhalten. Das ist ein weiterer Beitrag zum Spendenmarathon.

Machen auch Sie mit!
Spendenkonto bei Raiffeisenbank Schaafheim:
Katholische Pfarrgemeinde Mosbach
IBAN: DE87 5086 2835 0200 1012 49
Stichwort: Orgelrenovierung
Für jede noch so kleine Spende sind wir dankbar, große Spenden werden gerne auch veröffentlicht und Spendenquittungen ausgestellt.

Karl-Heinz Daniel

Feuchtigkeit im Sockelbereich. Ein Mitarbeiter der „Malerwerkstatt“ zeigt die freigelegten, feuchten Stellen.

Rundum die ganze Kirche muss der alte Verputz auf Sockelhöhe abgeklopft werden. Da-nach wird ein Spezialputz aufgetragen und mit luftdurchlässiger Farbe gestrichen.

 

 

 

 

 

Gestapelte Orgelpfeifen aus Holz fertig für den Abtransport

Abtransport der Orgelteile durch Fachleute des Orgelbauers Schmidt

Auch im hinteren Bereich, in den Bögen der Kreuzwegdarstellungen muss alles erneuert werden. Die Feuchtigkeit muss erst raus, dann kann verputzt und gestrichen werden. Al-les notwendige Vorarbeiten bevor die Orgel wieder eingebaut werden kann.

So sieht der „Restbestand“ der Mosbacher Orgel derzeit aus.